Musiktherapie

Durch Musik können Gefühle ausgedrückt und erfahren werden. Wenn bestimmte Gefühle (wie z.B. Angst, Trauer, Wut oder Zorn) unbewältigt bleiben und dadurch eine Entwicklungshemmung entsteht, kann Musiktherapie als Behandlungsform indiziert sein. Dabei soll in einem sicheren therapeutischen Rahmen ein neuer Zugang zu diesen Gefühlen gefunden werden und sie sollen in ihrer Bedeutung besser verstanden werden, um in der therapeutischen Arbeit Entwicklungsblockaden lösen zu können.

Manchmal fällt es aus verschiedenen Gründen auch schwer, sich mit Worten zu verständigen. Dann kann über ein Spiel mit Instrumenten trotzdem Kontakt bzw. ein „Gespräch“ entstehen.

Daher wird Musiktherapie dann verordnet, wenn die seelische Verfassung aus dem Gleichgewicht geraten ist und /oder ein Kontakt über Reden schlecht hergestellt werden kann.

Welchen Kindern können wir helfen?

  • - Kindern mit seelischen Problemen, z.B. in Unruhe, Lügen, Einnässen, Aggressionen, Ängsten, Rückzugstendenzen oder Schulschwierigkeiten
  • - Kindern, die sich schwer verbal durch Sprache äußern können
  • - Kindern mit mangelhafter Fähigkeit zum Dialog und zur Interaktion

 

Methoden

- Die Kinder sind während der Therapiestunde in der Regel mit der Therapeutin allein, um in einem sicheren Rahmen Themen zum Ausdruck bringen zu können, die sonst lieber verdrängt werden.

Dabei kommen zum Einsatz:

  • -aktive Musiktherapie unter Hinzuziehung von Instrumenten, z.B. für Klanggeschichten
  • -rezeptive Musiktherapie mit Hören von Musik, z.B. beim Malen nach Musik
  • -Nutzung altersgerechten Spiel- und Ausdrucksmaterials wie z.B. Wasserfarben, Handpuppen, Autos, Ton.

In der Therapie weist das Kind den Weg, die Therapeutin begleitet es dabei.
- Die regelmäßige begleitende Elternarbeit ist unabdingbar für den gemeinsamen Informationsaustausch. Sie kann der Verankerung der Therapieinhalte im Alltag dienen, genauso wie der umfassenden Beratung der Bezugspersonen.

- Grundlage für das therapeutische Tun und Handeln sind Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie sowie Konzepte der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.