Physiotherapie im SPZ

Physiotherapie ist ein medizinisch- therapeutisches Heilmittel. Im Zentrum steht das an die Fähigkeiten des Patienten angepasste Vermitteln physiologischen Bewegungsverhaltens. Sie orientiert sich am Befund des Patienten. Die Behandlung zielt einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Körpers (z.B.Muskelaufbau,Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus und eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper. Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit.

 

Welchen Kindern können wir helfen?

  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen

  • Kinder mit Erkrankungen der Muskeln und Nerven

  • Kinder mit Störungen in der Bewegungsentwicklung

  • Kinder mit Störungen der Wahrnehmungsentwicklung

  • Kinder mit Störungen der Verhaltensteuerung/Verhaltensauffälligkeiten

  • Kinder mit Störungen des Selbstwertgefühls

Wir betrachten die individuelle Entwicklung Ihres Kindes und bieten folgende Therapien an:

Methoden

1. Physiotherapie nach dem Bobath-Konzept

Diese Therapie ist eine spezielle Form der Krankengymnastik. Die spezifische Vorgehensweise bezieht sich auf die Befunderhebung und den daraus resultierenden Maßnahmen. Die Schwerpunkte liegen in der Förderung der Bewegungsentwicklung, – erfahrung und des Bewegungsverhaltens.

Durch angepasste Hilfestellungen und gezielte Aufgaben wird das Bewegungsempfinden und die Körperwahrnehmung geschult. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Eigenaktivität und die Förderung des alltagspraktisches Handelns. Dabei wird die Gesamtentwicklung des Kindes berücksichtigt und einbezogen.

2. Vojta-Therapie

Bei der Vojtatherapie werden „normale“ Bewegungsabläufe wie Greifen, Aufrichten und Laufen nicht primär gelernt, geübt und trainiert. Die Vojtatherapie regt vielmehr das Gehirn an, angelegte Bewegungsmuster zu aktivieren.

Unter dem Begriff „ Reflexfortbewegung“ hat der Arzt Dr. Vojta eine Methode entwickelt, elementare Bewegungsmuster auch für Menschen mit geschädigtem Zentralnervensystem zumindest in Teilbereichen wieder zugänglich zu machen.

Die Reflexfortbewegung, welche die Grundlage der Vojtatherapie bildet, wird aus den Grundpositionen Bauch-, Rücken- und Seitlage durch Zonen (Druckpunkte) aktiviert.

3. Physiotherapie - Psychomotorik

Psychomotorik auf neurophysiologischer Grundlage beinhaltet den engen Zusammenhang zwischen psychischer(Wahrnehmen , Erleben ,Fühlen) und motorischer (sich bewegen, handeln)Entwicklung des Kindes. Psyche und Motorik gehören als Einheit zusammen.

Im Vordergrund der Therapie stehen kindgemäß angebotene und spielerische Bewegungsaufgaben, die die Gesamtpersönlichkeit des Kindes berücksichtigen und seine Erfahrungen und Reifung erweitern.